Rentenerhöhung 01. Juli 2026

Renten steigen erneut um über 4 Prozent

Nach den nun vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes und der Deutschen Rentenversicherung Bund steigen die Renten in Deutschland zum 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent. Damit beträgt die Rentenanpassung zum vierten Mal seit fünf Jahren über 4 Prozent.

Es ist eine gute Nachricht für die Rentnerinnen und Rentner, dass die Renten im Juli um 4,24 Prozent steigen. Die gute Lohnentwicklung führt erneut zu einer spürbaren Rentenanpassung, mit der die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente zum Ausdruck kommt. Durch die Kopplung der Renten an die Löhne stellen wir sicher, dass die Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung teilhaben. Ordentliche Renten sind kein Luxus, sondern eine Frage der Leistungsgerechtigkeit für die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben. Daneben geht es mir um die Verlässlichkeit des Rentensystems – gerade in unsicheren Zeiten. Deshalb hat die Bundesregierung mit dem bereits in Kraft getretenen Rentenpaket 2025 ein Mindestsicherungsniveau von 48 Prozent für die kommenden Jahre sichergestellt. Die Menschen in Deutschland müssen sich auf eine gute Rente verlassen können.Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales

Einzelheiten:

Mit dem Rentenpaket 2025 wurde unter anderem die Haltelinie in Höhe von 48 Prozent beim Rentenniveau bis zum 1. Juli 2031 verlängert. Bis dahin wird der jeweils aktuelle Rentenwert zum 1. Juli so hoch festgesetzt, dass mit diesem neuen aktuellen Rentenwert das Mindestsicherungsniveau von 48 Prozent erreicht wird.

Maßgeblich für diese Berechnung ist die anpassungsrelevante Lohnentwicklung, die 4,25 Prozent beträgt. Sie basiert auf der vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Lohnentwicklung nach den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) und der Entwicklung der beitragspflichtigen Entgelte der Versicherten, die für die Einnahmesituation der gesetzlichen Rentenversicherung entscheidend ist. Daneben spielt auch die Veränderung der Sozialabgaben der Beschäftigten und Rentenbeziehenden eine Rolle. Da die diesjährige Steigerung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung sowohl die Beschäftigten als auch die Rentenbeziehenden grundsätzlich gleichermaßen betrifft, ergeben sich in diesem Jahr rein rechnerisch minimale Abweichungen des Anpassungssatzes von der anpassungsrelevanten Lohnentwicklung (0,01 Prozentpunkte).

Insgesamt ergibt sich damit eine Anhebung des aktuellen Rentenwerts zum 1. Juli 2026 von gegenwärtig 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Dies entspricht einer Rentenanpassung von 4,24 Prozent. Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet diese Rentenanpassung einen Anstieg um 77,85 Euro im Monat.

Die Rentenanpassung wird mit der Rentenwertbestimmungsverordnung 2026 umgesetzt. Diese tritt – vorbehaltlich des Kabinettbeschlusses, der Zustimmung des Bundesrates und der abschließenden Verkündung im Bundesgesetzblatt – am 1. Juli 2026 in Kraft.

2.Verhandlungsrunde ohne Ergebnis ebenfalls vertagt !

Tarifverhandlungen 2026

 24.02.2026

Das war wohl nix: Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Chemiebranche wurde am Dienstag ohne Ergebnis vertagt. Das Angebot der Arbeitgeberseite sei zu weit von der Lebensrealität der Beschäftigten entfernt, so IGBCE-Verhandlungsführer Oliver Heinrich. Weiterverhandelt wird nun in einer dritten Runde Ende März. 

Foto: © Andreas Reeg

Es war ein zähes Ringen, das sich über zwei Tage und eine halbe Nacht hinzog. Ein stetes Auf und Ab, wie IGBCE-Tarifvorstand und -Verhandlungsführer Oliver Heinrich sagte. Allerdings ohne Erfolg. „Die Arbeitgeber haben ein Angebot vorgelegt, das noch zu weit von den Sorgen und der Lebensrealität der Beschäftigten entfernt ist“, bilanzierte Heinrich am Dienstag. „Offensichtlich brauchen sie noch Wochen der inneren Einkehr, damit wir zu sozialpartnerschaftlichen Kompromissen kommen.“ 

In der Nacht von Montag auf Dienstag (24. Februar) hatten die Delegationen von IGBCE und Arbeitgeberverband BAVC bis kurz vor drei miteinander gerungen, am Dienstagmorgen noch mal einen weiteren Verhandlungsversuch gestartet. Doch trotz stundenlanger Gespräche und viel Hin und Her sei nie der Punkt erreicht worden, an dem sich ein Tarifabschluss herauskristallisiert habe, „der wirklich die Kaufkraft stärkt, der über der Inflation liegt“, so Heinrich. Nach dem unzureichenden Angebot des BAVC wird es nun also in die dritte Runde gehen. Es wird dann am 24. und 25. März im rheinland-pfälzischen Bad Breisig für die rund 585.000 Beschäftigten in der Chemie- und Pharmabranche weiterverhandelt.  

Bis dahin werden die Belegschaften in den Betrieben erneut mit zahlreichen Aktionen den Druck erhöhen. „Die Kolleginnen und Kollegen werden klarmachen, dass diese Tarifrunde Antworten auf ihre zentralen Zukunftssorgen liefern muss. Ohne spürbare Fortschritte bei Jobsicherheit und Kaufkraft kann es keinen Abschluss geben“, betonte Heinrich. Er wolle keinen Tarifvertrag haben, „der am Ende einen Kaufkraftverlust darstellt“, erklärte der Verhandlungsführer der IGBCE. „Wir sind klar angetreten für mehr Kaufkraft, für Sicherung der Beschäftigung.“ Bereits zwischen der ersten Verhandlungsrunde Anfang Februar und der jetzigen zweiten Runde hatten sich tausende Beschäftigte im ganzen Land bei zahlreichen Aktionen beteiligt. 

Heinrich wies erneut darauf hin, dass die Entgelte der Chemie- und Pharma-Beschäftigten bis heute fünf Prozent unter dem Niveau von 2018 lägen. „Hier erwarte ich von den Arbeitgebern mehr Verantwortungsbewusstsein und mehr Sinn für Gerechtigkeit.“ Am Ende der Verhandlungen müsse ein Gesamtpaket stehen, das nicht hinter anderen Branchenabschlüssen zurückfalle. Er erinnerte zudem daran, dass Teile der Branche zwar unter Druck stünden. Aber eben in vielen Betrieben der Industrie, etwa im Pharma-Bereich, tiefschwarze Zahlen geschrieben würden und satte Dividenden geplant seien. 

Die Mitglieder der Großen Tarifkommission reagierten frustriert auf den Verlauf der Verhandlungen. „Ich bin maximal sauer“, sagte Kai-Uwe Hemmerich von der Sudarshan Germany Horizons GmbH. „Ich glaube, die Arbeitgeber haben nicht verstanden, worum es hier geht. Wir können doch keinen Kaufkraftverlust vereinbaren für die Leute. Das geht nicht, wir sind eine Gewerkschaft. Das müssen doch auch die Arbeitgeber verstehen.“ 

„Es ist eine bittere Enttäuschung“, sagte Pascal Krüger aus dem Bayer-Werk Leverkusen. Die Arbeitgeberseite habe vor allem erklärt, was alles nicht möglich sei. Dabei bräuchte man jetzt „Lösungen für die Zukunft“, so das Mitglied der Bundestarifkommission. „Retten wir die chemische Industrie, indem wir auf Lohn verzichten? Ist das wirklich deren Ernst? Das kann ich mir nicht vorstellen.“ Er wünsche sich, dass die Arbeitgeberseite jetzt endlich mal mit „etwas Greifbarem um die Ecke kommt“ und nicht immer nur darüber rede, was nicht gehe.   

Maria Schwarz, die bei B. Braun in der Betriebsstätte Berlin arbeitet, erklärte: „Ich finde es katastrophal, dass die heutige Sitzung vertagt werden muss. Unsere Erwartungen wurden nicht erfüllt.“ Die Erwartungshaltung an die dritte Runde sei nun klar: „Die Arbeitgeber müssen sich bewegen und uns entgegenkommen. Es dürfte auch in ihrem Interesse sein, Arbeitsplätze zu sichern und die Kaufkraft zu stärken.“  

Die IGBCE fordert in dieser Tarifrunde eine Erhöhung der Einkommen für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden, die die Kaufkraft weiter stärkt, sowie tarifliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung. Die Verhandlungen laufen bereits seit Mitte Januar. Nach neun ergebnislosen Gesprächen in den Regionen waren sie Anfang Februar auf die Bundesebene gewechselt. 

Jubiläumsheringsessen 2026

Das Jahr 2026 mit einer schönen Tradition !!

Bereits zum 10. Mal in Folge wurde am Samstag 21.02.2026 das beliebte Heringsessen der Ortsgruppe IGBCE Bad Camberg / Limburg veranstaltet.

Im Bürgerhaus Oberselters konnte in diesem Jahr die Rekordzahl von 164 Teilnehmenden vom Vorsitzenden Helmut Leus begrüßt werden. Nach der Begrüßung gab es wieder ein köstliches Herings-Buffet.

Vor allem ist diese beliebte Tradition aber immer wieder eine wunderbare Gelegenheit für viele Mitglieder der Ortsgruppe um einander zu sehen, sich auszutauschen und gemeinsam einen gelungenen Abend zu erleben.

Ein paar Schnappschüsse dieser Veranstaltungen können wie immer auf der Website igbce-badcamberg.de unter der Rubrik Beiträge eingesehen werden.

Die nächste Veranstaltung ist dann die Jahreshauptversammlung am Mittwoch 15.04.2026 um 18 Uhr im Bürgerhaus Oberselters. Hier wird auch wieder Klaus Badeck in seiner Funktion als Versichertenältester der Rentenversicherung mit aktuellen Infos eine besondere Bereicherung der Tagesordnung darstellen.

Chemie Tarifrunde Hessen ohne Ergebnis

LANDESBEZIRK HESSEN-THÜRINGEN

Chemie-Tarifrunde Hessen ohne Ergebnis

Ohne Einigung ist heute, am 15. Januar 2026, die regionale Chemie-Tarifrunde in Hessen zu Ende gegangen: IGBCE Hessen-Thüringen und Arbeitgeber konnten sich in Wiesbaden nicht auf ein Ergebnis verständigen. Der Forderung der Gewerkschaft nach einer spürbaren Lohnsteigerung erteilte die Arbeitgeberseite eine klare Absage. Bei der Verhandlung stellten die IGBCE und die Arbeitgeber ihre Sicht auf die wirtschaftliche Lage der Branche dar. Die IGBCE-Jugend appellierte an die Arbeitgeber, in Ausbildung zu investieren, das Ausbildungsplatzniveau zu erhalten und die Zahl wieder zu erhöhen. Jugendvertreterinnen und -vertreter verteilten selbstgebackene „Ausbildungsplätzchen“, die zum Teil zerbrochen waren.

Tarifverhandlung für die Chemische Industrie in Hessen am 15. Januar 2026

Tarifverhandlung für die Chemische Industrie in Hessen am 15. Januar 2026Foto: © Wolfgang Lenders

Sabine Süpke, IGBCE-Landesbezirksleiterin Hessen-Thüringen betont nach der Verhandlung: „Die Lage der chemischen Industrie in unserer Region ist nur für einen Teil der Betriebe herausfordernd. Der andere Teil der Betriebe kann sich in der derzeitigen Situation relativ gut behaupten, und sie verdienen gut. Außerdem wachsen ihre Bereiche, und es ist ein Beschäftigtenaufbau in der Pharmaindustrie zu sehen. Die Suche nach Fachkräften wird schwierig, dafür braucht es vielfältige Lösungen. Das wissen auch unsere Kolleginnen und Kollegen. Das darf aber nicht bedeuten, dass alle Probleme der Branche auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Für eine gute Zukunft der Branche brauchen wir gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne. Eine Nullrunde kommt daher für uns nicht infrage!“ Als sichtbares Zeichen verteilte die IGBCE an die Arbeitgeber wegen ihrer düsteren Sicht der Lage Taschenlampen: „Am Ende des Tunnels ist Licht!“ 

Für die IGBCE-Jugend trat Linda Schneider ans Mikrofon. Sie hielt eines der „Ausbildungsplätzchen“, die die IGBCE-Jugend in einer mehrtägigen Aktion gebacken hatte, in die Höhe – und zerbrach es: „Wenn wir nicht handeln, werden noch mehr Ausbildungsplätzchen zerbrechen!“ Sie forderte die Arbeitgeber auf, in gute Ausbildung zu investieren. „Junge Menschen brauchen Sicherheit.“

Zerbrochene "Ausbildungsplätzchen": Linda Schneider trat für die IGBCE-Jugend an Mikrofon

Zerbrochene „Ausbildungsplätzchen“: Linda Schneider trat für die IGBCE-Jugend an Mikrofon bei der Tarifverhandlung für die Chemische Industrie in Hessen am 15. Januar 2026Foto: © Wolfgang Lenders

Im Mittelpunkt der laufenden Chemie-Tarifverhandlungen stehen die Forderungen nach Entgeltsteigerungen und Jobsicherung. Diese Tarifforderungen hatte die Bundestarifkommission der IGBCE im Dezember für die bundesweit 585.000 Beschäftigten der Branche beschlossen. Das Motto lautet: „Jeder Job zählt. Jeder Euro zählt.“ Konkret fordert die IGBCE eine Erhöhung der Einkommen für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden, die die Kaufkraft weiter stärkt, sowie tarifliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung. 

"Ausbildungsplätzchen" für die Arbeitgeber: Tarifverhandlung für die Chemische Industrie in Hessen am 15. Januar 2026

„Ausbildungsplätzchen“ für die Arbeitgeber: Tarifverhandlung für die Chemische Industrie in Hessen am 15. Januar 2026Foto: © Wolfgang Lenders

Denn die IGBCE sieht Nachholbedarf bei den Löhnen, eine spürbare Steigerung der Einkommen sei notwendig und realistisch, so Sabine Süpke. Zudem habe die Politik verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die chemische Industrie zu stärken. Das werde für Wachstum sorgen.

Tarifverhandlung für die Chemische Industrie in Hessen am 15. Januar 2026

Taschenlampe für den Verhandlungsführer der Arbeitgeber: Tarifverhandlung für die Chemische Industrie in Hessen am 15. Januar 2026Foto: © Wolfgang Lenders

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie starten zunächst auf regionaler Ebene. In den neun Regionen wird in dieser Tarifrunde vom 14. bis zum 23. Januar verhandelt. Bleiben diese Gespräche ohne Ergebnis, gehen die Verhandlungen auf Bundesebene weiter – beginnend am 3. Februar 2026 in Hannover. Die aktuellen Tarifverträge laufen am 28. Februar 2026 aus.

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